Bild
Allgemein
07.05.20
857

Light+Building 2020 fällt endgültig aus

Die Messe Frankfurt, die Verbände ZVEI und ZVEH sowie der Messebeirat haben sich darauf verständigt, die 11. Light+Building ausfallen zu lassen. Die nächste Light+Building soll 2022 stattfinden.

Frankfurt, 6. Mai 2020. Weil Bund und Länder Großveranstaltungen bis mindestens Ende August verboten haben, sei eine planungsgemäße Vorbereitung und Durchführung der Light+Building nicht sichergestellt, teilt die Messe Frankfurt mit. Aufgrund der Coronakrise war die Light + Building 2020 auf den 27. September bis 2. Oktober 2020 verschoben worden – nun fällt sie endgültig aus. Die Entscheidung betrifft ebenfalls „Intersec Building“. Als Plattform für vernetzte Sicherheitstechnik wird das Format als integraler Teil der Light+Building nun 2022 seine Premiere feiern.

Die nächste Light+Building soll 2022 stattfinden.

„Die aktuellen Auflagen gepaart mit anhaltenden globalen Reiserestriktionen und der potenziellen Gefährdung der individuellen Gesundheit machen es im Jahr 2020 unmöglich, die Light+Building durchzuführen“, sagt Wolfgang Marzin. „Gleichzeitig müssen wir im Interesse von Ausstellern und Besuchern unnötige Kosten frühzeitig abwenden. Die Entscheidung ist uns allen nicht leichtgefallen, aber wir richten nun unsere Energie darauf, die nächste Light + Building turnusgemäß im Jahr 2022 durchzuführen.“

Verbände und Partner an einem Strang

„So sehr wir die Absage bedauern, befürworten wir sie auch. Angesichts der vielfältigen Unsicherheiten und Herausforderungen, war es richtig, diese Entscheidung jetzt gemeinsam und im partnerschaftlichen Dialog zu treffen“, formuliert ZVEI-Präsident Michael Ziesemer.

 Daniel Hager, Vorsitzender des ZVEI-Fachverbands Elektroinstallationssysteme, ergänzt: „In der aktuellen Situation hätten wir den positiven, gemeinschaftlichen und innovativen Geist, den die Light+Building seit jeher ausmacht, nicht erleben können. Jeder ist mit dem Kopf gerade woanders und soziale Distanz passt nicht zu einer Messe. Deshalb sollten wir alle nach vorne blicken: Die Messe soll als Leuchtturm der Branche und als ideenträchtige Austauschplattform weiter Bestand haben. Ich bin sicher: Mit neuer Energie haben wir 2022 eine bessere Ausgangslage für die Veranstaltung.“

 Manfred Diez analysiert aus Perspektive des ZVEI-Fachverbands Licht: „Die Lichtindustrie ist eine sehr innovative Branche mit vielen neuen Produkten und Technologien. Um diese einer breiten Öffentlichkeit zu zeigen, ist die Light+Building eines unserer wichtigsten Instrumente. Damit sie es bleibt, müssen wir alle am gleichen Strang ziehen.“

 ZVEH-Präsident Lothar Hellmann betont die Entwicklung der Leitmese zu ‚der‘ Informations- und Technologieplattform der Branche: „Was die Weltleitmesse so unverzichtbar macht, ist der intensive Austausch. Dass das persönliche Gespräch, allen Möglichkeiten der modernen Kommunikation zum Trotz, durch nichts zu ersetzen ist, ist eine wichtige Erfahrung der Corona-Krise. Ich schaue daher mit Vorfreude auf die Light+Building 2022, bei der Klimaschutz, Elektromobilität und Digitalisierung einen wichtigen Schwerpunkt bilden werden.“

 Der Elektrogroßhandel unterstützt die Entscheidung. Holger Heckle, Vorsitzender des Bundesverbandes des Elektrogroßhandels (VEG): „Wir können die Entscheidung in vollem Umfang nachvollziehen. Es ist wirklich bedauerlich für die E-Branche, dass 2020 keine Light+Building stattfinden kann und wir ohne unsere wichtigste Messe auskommen müssen. Aber Gesundheit geht vor.“

Die nächste Light+Building beziehungsweise Intersec Building findet statt vom 13. bis 18. März 2022 in Frankfurt am Main.

Unternehmensgruppe