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20.05.20
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Ein Virus als Umsatztreiber

Wer hat in den vergangenen Wochen etwas gekauft – und warum? Was lief besonders gut? Die GfK hat es untersucht.

Langsam dürfen viele Unternehmen wieder öffnen. Die vergangenen Wochen durften nur wichtige Geschäfte wie der Lebensmittelhandel oder Apotheken ihre Türen offen halten. Und der Online-Handel war vom Shutdown auch nicht betroffen. Was also haben wir gekauft? Die GfK hat es untersucht und interessante Daten veröffentlicht. Sie bestätigen das, was jeder von uns beim Einkauf erlebt hat, zum Beispiel vor leeren Nudelregalen …

So verzeichnet der Lebensmitteleinzelhandel einen Zuwachs, der vor allem auf Hamsterkäufe zurückzuführen ist. GfK-Ergebnisse zeigen, dass in den Kalenderwochen 9 bis 13 der Lebensmitteleinzelhandel (inklusive Drogeriemärkte) im Vergleich zu den Vorjahreswochen ein Umsatzplus von 21 Prozent ausweist. Dabei haben Produkte zur Hautdesinfektion den größten Umsatzsprung gemacht (+368 Prozent). Aber auch die klassische Seife, ob in fester oder flüssiger Form, konnte um 132 Prozent zulegen.

Bei den Nahrungsmitteln wurden vor allem Kloß-/Knödel-Trockenprodukte (+114 Prozent), Getreidemehl (+114 Prozent) und Reis (+112 Prozent) sehr stark nachgefragt. Das Klopapier, über das nun schon genug gewitzelt wurde, hat die GfK nicht untersucht.

Aber auch im Bereich der technischen Konsumgüter haben sich Verbraucher bereits vor offiziellen Schritten auf Schulschließungen, Ausgangsbeschränkungen und anderen Quarantänemaßnahmen vorbereitet. „Unsere Point-of-Sales-Daten zeigen, dass der Umsatz im Markt für technische Konsumgüter in Kalenderwoche 11 um 20 Prozent gestiegen ist“ erläutert Markus Wittmann, GfK-Experte im Bereich technische Konsumgüter.

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Kühl- und Gefriergeräte stark nachgefragt

Die Lebensmittel, die in vielen Fällen auf Vorrat gekauft werden, müssen natürlich auch aufbewahrt werden. So zeigen GfK-Daten, dass in der Kalenderwoche 12 der Umsatz von Kühlgeräten um 20,6 Prozent gegenüber der Vorjahreswoche angestiegen ist. Gefriergeräte wie Gefriertruhen und -schränke waren bei den Verbrauchern in Deutschland sogar noch gefragter. Der Umsatz konnte im Vergleich zur Vorjahreswoche mehr als verdreifacht werden (+230,2 Prozent).

 

Computer Hardware und Equipment fürs Home Office

Noch immer arbeiten viele, wann immer es möglich ist, im Home Office. Und die Kinder sollen zuhause lernen und online unterrichtet werden. Diese Lage hat in den ersten drei Märzwochen dazu geführt, dass die Nachfrage nach Computer Hardware und Equipment sprunghaft angestiegen ist. Bei Mäusen, Tastaturen und Headsets wurden in Kalenderwoche 12 im Vergleich zur Vorjahreswoche Umsatzsteigerungen zwischen 23,2 Prozent (bei Headsets) und 75,8 Prozent (bei Tastaturen) verzeichnet. Auch Notebooks wurden verstärkt gekauft. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum lag das Wachstum hier bei 70,1 Prozent.

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