Augmented Automation mit Alexander Bürkle
smart industries
23.07.19
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Serviceunterstützung mit der Datenbrille

KÖNIGSBACH-STEIN – Die Felss Gruppe produziert unter dem Markennamen Felss Shortcut Technologies für diverse Branchen wie die Automobilindustrie sowohl Maschinen zur Metallbearbeitung als auch Komponenten. Technisch stehen die Kaltumformverfahren Rundkneten, Axialformen, Biegen, Endenbearbeitung und Autofrettage im Mittelpunkt.

Die Felss Gruppe ist ein global tätiger Konzern mit Hauptsitz in Königsbach-Stein und zwei weiteren deutschen Standorten in Bretten-Gölshausen und Nesselwang. Zudem ist das Unternehmen in Wujiang (China), New Berlin (USA) und Triengen (Schweiz) ansässig.

Von der Idee, eine virtuelle Datenbrille einzusetzen

„Die Idee, solche Smart Glasses für das Troubleshooting und einen verbesserten Service einzusetzen, stand schon längere Zeit im Raum“, berichtet Klaus Haller, Fachbereichsleiter der Felss Group GmbH. „2015 haben wir uns das erste Mal mit dem Thema Datenbrillen befasst. Damals waren die Anschaffungskosten aus unserer Sicht noch zu hoch. Bislang hatte der Markt außerdem nicht die richtige Hardware für diesen Zweck angeboten. Gegen Ende 2016 hat uns dann Herr Armbruster aus unserem Einkauf über den Systemvertrieb Alexander Bürkle auf ein geeignetes Produkt hingewiesen. Das Ziel bei der Nutzung der Datenbrille ist es, den Kunden oder Servicetechniker vor Ort durch virtuelle Augen schnell und kompetent zu unterstützen. Nach einer erfolgreichen Testphase, u. a. zusammen mit unseren chinesischen Servicetechnikern, möchten wir die Verwendung der Datenbrillen als ein optionales Modul in unsere Serviceverträge einbauen.“

Was ist eigentlich eine Datenbrille?

Durch eine Datenbrille, auch Augmented-Reality-Brille genannt, ist der Mit­arbeiter im technischen Support über das Internet digital mit einem Servicetechniker oder dem Mitarbeiter des Kunden verbunden. Was der Techniker vor Ort sieht, übermittelt die Datenbrille live auf den Monitor des Supportmitarbeiters. Unterstützend projiziert er Dokumentationen auf die Brille und markiert oder beschriftet bestimmte Bauteile im Sichtfeld des Technikers.

Im Servicemodel verankert

Die Datenbrillen werden momentan im Service eingesetzt, um den Kunden und Servicetechnikern eine optimale Unterstützung bieten zu können. Durch eine Liveübertragung von Video- und Audio­daten erkennen die Mitarbeiter des technischen Supports im Büro sofort, welches Problem der Anwender vor Ort an der Maschine hat. Durch Sprach- und Bildübertragung können so Fehler und Probleme gemeinsam mit Anwendern höchst effizient behoben werden. Es besteht zudem die Möglichkeit, den Anwender mit Hilfe von editierten Bedienungsanleitungen, Schaltplänen, Zeichnungen oder Live-Screenshots bestmöglich zu informieren und einen interaktiven kosten- und zeitoptimierten Service zu bieten und das weltweit. Der Einsatz von Datenbrillen kann zukünftig auch für andere Bereiche bei Felss Systems oder Felss Rotaform interessant werden, die standortübergreifende Projekte bearbeiten. Zur Zeit befinden sich die Datenbrillen beim Service im Test. Nach erfolgreichem Test können wir anschließend weitere Servicetechniker ausstatten sowie unseren Kunden „Visual Service“ als neues digitales Serviceprodukt anbieten.

Die Kunden erkennen schnell den direkten praktischen Nutzen von Datenbrillen und bewerten ihren Einsatz als sehr positiven und innovativen Beitrag zum Thema Industrie 4.0 und Digitalisierung.

Gerne unterstützen wir auch Sie beim Einsatz von Daten­brillen in Ihrem Unternehmen. Rufen Sie uns an!

Vorteile mit einer Datenbrille

  • Höhere Anlagenverfügbarkeit durch die Verkürzung der Zeit für die Problemlösung
  • Extrem kurze Reaktionszeiten
  • Weniger Reisen
  • Reduzierter Serviceaufwand
  • Red. Kosten für Einsätze vor Ort
  • Schnellere Identifizierung von Ersatzteilen
  • Bilder überwinden sprachliche Hürden
  • Steigerung der Produktivität des Endkunden
  • Bessere Unterstützung unserer Servicetechniker
  • Erweiterung unseres Service-Portfolios
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