Photovoltaik
Allgemein
01.04.19
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Neues vom PV-Markt

Baden-Württemberg: Speicherförderung 2019

Für Speicher in Verbindung mit einer Photovoltaik-Anlage bis zu 30 Kilowatt Leistung gibt es einen Zuschuss von 200 Euro / kWh, für größere Photovoltaik-Speichersysteme ist der Zuschuss 300 Euro / kWh. Zugleich werden neue Förderbedingungen ab dem 1. Februar 2019 eingeführt. So werden ab dann Photovoltaik-Anlagen zwischen 10 und 14 Kilowatt Leistung mit 400 Euro zusätzlich gefördert. Zudem gibt es einen Bonus von 500 Euro für netzdienliche/lastmanagementfähige Elektrofahrzeugladepunkte.

Dagegen entfällt der Bonus für prognosebasierte Batteriemanagementsysteme. Sie werden Voraussetzung dafür, um eine Förderung für die Installation eines Photovoltaik-Speichers mit einer Leistung bis zehn Kilowattstunden zu erhalten. Ab dem 1. Februar 2019 wird auch der Einbau größerer Speichersysteme erlaubt. So werde künftig eine Förderung bis zum Faktor 1,2 (1,2 Kilowatt je 1 Kilowattstunde) gewährt. Die Wirkleistungsbegrenzung für die Photovoltaik-Anlagen wird zudem abgeschafft, wenn sie mit technischen Einrichtungen ausgestattet sind, die eine ferngesteuerte Reduzierung der Einspeisung durch die Netzbetreiber ermöglichen. Ohne Fernsteuerbarkeit gilt weiterhin eine Begrenzung auf 50 Prozent bei Photovoltaik-Anlagen bis 30 Kilowatt Leistung und bei größeren Anlagen auf 60 Prozent.

Detaillierte Information finden Sie in den Fördermöglichkeiten und im Förderprogramm

Sonderkürzungen bei Photovoltaik-Dachanlagen zwischen 40 und 750 Kilowatt

Entgegen der ursprünglichen Pläne im Gesetzentwurf ist hier noch eine Abmilderung erreicht worden. Die Sonderkürzungen sollen jetzt zum Februar, März und April erfolgen. Für diese Monate ist die normale, im EEG festgeschriebene Degression ausgesetzt.

In der Direktvermarktung werden die anzulegenden Werte daher für die ersten Monate 2019 wie folgt aussehen:

  • Ab dem 1. Januar 2019: 10,36 Cent pro Kilowattstunde
  • Ab dem 1. Februar 2019: 9,87 Cent pro Kilowattstunde
  • Ab dem 1. März 2019: 9,39 Cent pro Kilowattstunde
  • Ab dem 1. April 2019: 8,90 Cent pro Kilowattstunde

Da sich die feste Einspeisevergütung an den ermittelten anzulegenden Werten orientiert, gilt für Photovoltaik-Dachanlagen zwischen 40 und 100 Kilowatt damit auch die Sonderkürzung. Die Tarife in dieser Leistungsklasse liegen um jeweils 0,4 Cent pro Kilowattstunde niedriger als die oben angegebenen anzulegenden Werte in den jeweiligen Monaten. Für Photovoltaik-Anlagen mit mehr als 100 Kilowatt gilt die verpflichtende Direktvermarktung.

Quelle: pv magazine

Das neue Marktstammdatenregister – Information durch Varta

Das Webportal für das Marktstammdatenregister ist nun nach einigen Verzögerungen online. Alle ortsfesten Anlagen, die zur Erzeugung, Speicherung und zum Verbrauch von Strom oder Gas betrieben werden, müssen hier registriert werden. Dazu zählen neben PV-Anlagen auch Energiespeicher. Die Meldepflicht gilt für neue, aber auch für alle existierenden Anlagen.

Da die Anmeldung auch durch den Installateur erfolgen kann und damit Sie Ihre Kunden entsprechend informieren können, hat Varta Ihnen die relevanten Informationen hier zusammengefasst.

Neue europäische Netzanschlussrichtline

Ab dem 27. April 2019 treten europaweit die neuen und vereinheitlichten Netzanschlussbedingungen für Stromerzeuger in Europa (EU-Verordnung 2016/631: Requirements for Generators (RFG)) in Kraft.

Wie ist der Stand in Deutschland?

In Deutschland ist das Verfahren zur nationalen Umsetzung der technischen Voraussetzungen in neue Netzanschlussrichtlinien abgeschlossen und die neuen Regelungen (VDE-AR-N 4105 / 4110 / 4120: 2018-11) dürfen seit dem 1. November 2018 angewendet werden:

  • VDE-AR-N 4105: gilt für Anlagen kleiner als 135 kW und Anschluss an das Niederspannungsnetz
  • VDE-AR-N 4110: gilt für Anlagen ab 135kW bis kleiner 36MW und Anschluss ans Mittelspannungsnetz
  • VDE-AR-N 4120: gilt für Anlagenleistungen mit 36 MW bis zu 45 MW und Anschluss ans Hochspannungsnetz

Neben Erzeugungsanlagen gelten diese Anwendungsregeln auch für Speichersysteme.

Übergangsregelung in Deutschland

Für Deutschland ist mit dem Energiesammelgesetz vom Dezember 2018 gesetzlich festgelegt, dass die Baugenehmigung vor dem 27.4.2019 erteilt worden sein muss. Sollte keine Baugenehmigung notwendig sein, muss der Antrag auf den Anschluss einer Erzeugungsanlage oder eines Speichers beim zuständigen Verteilnetzbetreiber vor dem 27.4.2019 gestellt sein (Netzanschlussbegehren). Die Inbetriebnahme hat bis zum 30.6.2020 zu erfolgen.

Quelle: SMA

Ansprechpartner

Melden Sie sich gerne telefonisch (+49 761 5106-9404) oder per Mail beim Photovoltaik-Team von Alexander Bürkle. Wir unterstützen Sie gerne bei Ihren Projekten. 

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