Dachabschnitt PV-Anlage
smart industries
02.08.19
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Ertragssteigerung durch bifiziale Solar-Modul-Technologie

Todtnau – Vor über 100 Jahren leitete das Unternehmen ZAHORANSKY im Schwarzwald mit der Entwicklung des ersten Bürsten-, Bohr- und Stopfautomaten ein neues Zeitalter für die Bürsten­produktion ein. Daraus gewachsen ist ein international tätiger Komplettanbieter im Bereich Maschinenbau, Spritzgieß- und Automatisierungstechnik.

Anforderungen und Ziele

Anfang 2016 trat ZAHORANSKY mit dem Wunsch an die PV-Spezialisten von Alexander Bürkle heran, eine PV-Anlage auf dem Firmengebäude in Freiburg zu errichten. Das Ziel war es, möglichst viel Eigenstrom nutzen zu können und den Stromzukauf zu reduzieren. Dabei sollte neben den ökologischen und qualitativen Gesichtspunkten auch die wirtschaftliche Seite aufgezeigt werden. Die Anforderung war eine schlüsselfertige Projektierung inklusive Montage der PV-Anlage sowie der entsprechenden Messeinrichtung und Anmeldung, sodass nach Absprache mit ZAHORANSKY der PV-erfahrene Elektrofachbetrieb Elektro Bürkin aus Emmendingen von Beginn an vollumfänglich in das Projekt eingebunden wurde.

Im gemeinsamen Erstgespräch wurden die exakten Anforderungen und Wünsche definiert: Diese waren neben einer maximalen Dachbelastung von 20 kg/m² die Festlegung von drei möglichen Varianten – ein Standard-Modul (260Wp poly), ein leistungsstarkes Modul (285Wp mono) sowie ein neues bifaziales Modul (270Wp). Zudem fand eine erste gemeinsame Dachbesichtigung statt. Um eine exakte und aussage­kräftige Planung durchzuführen, wurde das Dach im Nachgang noch exakt durch die Firma Elektro Bürkin vermessen. Darüber hinaus wurde den PV-Spezialisten das Lastprofil von ZAHORANSKY zur Verfügung gestellt. Hiermit konnten wir eine konkrete Aussage treffen, wie viel erzeugter Solarstrom tatsächlich selbst verbraucht wird.

Bei einem weiteren Termin wurden die umfassenden Angebote, ausgewählten Produkte und definierten Varianten der Firma ZAHORANSKY durch Alexander Bürkle präsentiert. Darüber hinaus wurde die Anlage per 3D-Ansicht anschaulich visualisiert. Abschließend wurden die wirtschaftlichen Faktoren dargestellt: Aufgrund des hohen Strombedarfs von ZAHORANSKY wurde in allen drei Varianten eine Eigenverbrauchsquote von fast 100 % erreicht. Dies wirkte sich sehr positiv auf die Wirtschaftlichkeit der Anlage aus, da im Gegensatz zum Erlös durch den Stromverkauf von rund 8,77 Cent/kWh so 15,6 Cent/kWh eingespart werden konnten.

Details

  • Jährlicher Energieverbrauch 1.449 MWh
  • Jährlicher Energieertrag 208 MWh
  • Netzeinspeisung 3.114 kWh
  • Netzbezug 1.244 MWh
  • Eigenverbrauch 205 MWh
  • Eigenverbrauchsquote 98,5 %
  • Autarkiequote 14,2 %

Perfekte Lösung

Damit rückte die Variante mit den bifazialen Solarmodulen in den Fokus: Das bifaziale (engl. „zweigesichtig“) Solarmodul nimmt auch auf der Rückseite durch die indirekte Reflektion zusätzliche Sonnenenergie auf und führt somit zu Mehrerträgen. Diese Technologie eignet sich besonders bei weißen Foliendächern, wie es bei dem Firmengebäude von ZAHORANSKY der Fall war.

Die Variante mit den bifazialen Modulen mit letztlich 215,60 kWp bietet für die Firma ZAHORANSKY die höchstmögliche Abdeckung des Strombedarfs. Die anfänglich höheren Investitionskosten amortisieren sich über die Laufzeit durch den Mehrertrag schneller als mit herkömmlichen Varianten.

Key facts:

  • Inbetriebnahme Mitte 2017
  • 770x Module SW 280 Bisun mit insgesamt 215,60 kWp
  • 8x SMA-Wechselrichter STP 25000 TL
  • 1x SMA-Wechselrichter STP 20000TL
  • Ballastarmes Ost/West-Montagesystem
  • Stromerzeugung im ersten Jahr: ca. 208.485 kWh in 20 Jahren: ca. 4.072.139 kWh
  • CO2-Vermeidung in 20 Jahren ca. 2.140.316 kg = 2.140 Tonnen
Unternehmensgruppe