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19.07.19
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ABB: Weltweit erster CO2-neutraler Standort

Busch-Jaeger in Lüdenscheid ist seit Mai der erste deutsche Fertigungs-Standort von ABB, der CO2-neutral betrieben werden kann. Die große PV-Anlage über dem Parkplatz ist die sichtbare Komponente der Lösung.

Anfang Mai präsentierte ABB ihren weltweit ersten CO2-neutralen und energieautarken Fertigungs-Standort: Das Werk von Busch-Jaeger in der Lüdenscheider Freisenbergstraße. Das sichtbare Zeichen ist die Photovoltaikanlage über dem Parkplatz des Werkes. „Die Photovoltaikanlage ist Teil einer ganzheitlichen Lösung, die alle Aspekte der Energieerzeugung und -verteilung abdeckt und es ermöglicht, an Sonnentagen bis zu 100 Prozent des Strombedarfs zu decken“, sagt Hans-Georg Krabbe, Vorstandsvorsitzender von ABB Deutschland. „Mit diesem Vorzeigeprojekt zeigen wir, welche Vorteile entstehen, wenn man ein System schafft, in dem alle Komponenten digital miteinander vernetzt und im Sinne von Energieeffizienz, Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung steuerbar sind.“

Die 3500 Quadratmeter große PV-Anlage wird pro Jahr rund 1100 MWh Sonnenstrom liefern. Das entspricht dem Jahresbedarf von 3360 Privathaushalten. Die Anlage ist kombiniert mit einem Blockheizkraftwerk, das mit der doppelten Energieeffizienz eines Kohlekraftwerks arbeitet. So kann rund 14 Prozent mehr Energie erzeugt werden, als am Standort benötigt wird. Die überschüssige Produktion wird in das öffentliche Stromnetz eingespeist und trägt damit zur Versorgung der Region mit nachhaltig produzierter Energie bei.

Zur Abdeckung von Bedarfsspitzen wird zusätzlich „grüne Energie“ von der MVV Energie AG bezogen, was eine vollkommen CO2-neutrale Produktion gewährleistet. MVV und ABB haben im April ihre Zusammenarbeit ausgeweitet und eine Partnerschaftsvereinbarung unterzeichnet. Im Vordergrund stehen dabei gemeinsame Lösungen zur Verbesserung der Energieeffizienz von Industrie, Mittelstand und Kommunen auf dem Weg zur Smart City.

Technisches Hirn des Gesamtsystems ist das skalierbare Energiemanagementsystem „OPTIMAX“ aus der ABB Ability Energy Management Suite (EMS). Die digitale Lösung überwacht und steuert weitgehend autonom die Energieerzeugung, Speicherung und den Verbrauch. Das lernende System berechnet auf Basis von Vorhersagedaten den optimalen Energiefluss und gleicht Abweichungen in Echtzeit aus.

Zusätzlich zum Energiemanagementsystem und der PV-Anlage vereint das Gesamtsystem weitere Techniken von ABB, die digital vernetzt sind. Für die Energiespeicherung sorgt ein Batteriespeicher BESS (Battery Engine Storage System) mit einer Leistung von 200 kW und einer Kapazität von 275 kWh. Darüber hinaus verbessern Ladestationen von ABB die regionale Ökobilanz. An diesen Ladestationen können Mitarbeiter und Besucher ihre Elektrofahrzeuge kostenfrei aufladen. Intelligente Schaltanlagen für die Energieverteilung runden das Energiemanagement aus einer Hand ab.

Der Vorzeigestandort wird jährlich etwa 630 Tonnen CO2 einsparen und damit einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Klima- und Umweltsituation bei ABB in Lüdenscheid leisten.

 

Quelle Foto: ABB
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