Die Außenansicht der Firma Höckh Metall-Reinigungsanlagen GmbH
Safety
08.05.17
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Sicherheit und Sauberkeit in Perfektion

Passgenaue Lösungen für die Teile-Reinigung

Die Höckh Metall-Reinigungsanlagen GmbH ist ein inhabergeführtes, mittelständiges Familienunternehmen in zweiter Generation. Höckh Multiclean-Reinigungsanlagen arbeiten weltweit als integraler Bestandteil in der Prozesskette vieler industrieller Fertigungen.

Das Unternehmen agiert seit 1972 als internationaler Systempartner der metallverarbeitenden Industrie und entwickelt maßgeschneiderte Anlagen zur Präzisionsreinigung, Entfettung und Konservierung von Bauteilen auf wässriger und Lösemittelbasis. Das Spektrum reicht dabei von standardisierten Kompaktanlagen bis hin zu komplexen Sonderlösungen.

„Für jede Anlage die passgenaue Lösung“ - so auch für einen internationalen Luftfahrtkonzern, der Teile für das Antriebsaggregat einer individuellen Reinigungsanlage benötigt. Die Teile sind großvolumig und bis zu 150 kg schwer und müssen über eine Zuführung in die Reinigungskammer gefahren werden.

Um die Schutzziele für die Zuführung zu realisieren, wurde der Systemvertrieb Maschinensicherheit von Alexander Bürkle beauftragt, ein Konzept zu erarbeiten und die Parametrierung zu realisieren.

Sicherheit und Sauberkeit in Perfektion bei Höckh Metall-Reinigungsanlagen GmbH

Anforderungen und Ziele

  • Minimierung und Vermeidung der beim Betrieb der automatischen Beschickung der Anlage auftretenden Gefährdungen und Risiken wie Quetschungen, Stoßverletzungen oder Abscheren von Gliedmaßen
  • Einbindung der beiden Laserscanner als aktive optoelektronische Schutzeinrichtung in die Maschinensteuerung gemäß den derzeitig gültigen, harmonisierten Normen

Maßnahmen

Zunächst wurde der Sicherheitsabstand der Sicherheitseinrichtung gemäß EN 13855 definiert. Dieser Abstand stellt die Distanz zwischen Bediener und der Gefahrenstelle dar. Als visuelle Hilfe für den Bediener wurde auf dem Fußboden eine gelb/schwarze Linie markiert, der den äußeren Rand des Sicherheitsbereiches anzeigt.

Im folgenden Schritt wurde das Schutzfeld und die Konfiguration der beiden Laserscanner RSL-410M definiert. Vorgenommen wurde dies mittels Leuze Scanner Studio, einem komfortablen Software-Tool, bei dem auch per Mausklick die Bereiche eingegeben werden können.

Die Form und Ausbildung des Schutzfeldes ist entsprechend dem Verfahrweg des Warenträgers sowie den konstruktiven Verhältnissen unter Berücksichtigung des Sicherheitsabstandes konfiguriert.

Beide Laserscanner sind eigensichere Geräte und besitzen elektronische Ausgangssignale (OSSD), die innerhalb der Steuerung auf die Eingangsbaugruppe einer Safety PLC geführt sind. Dort wird dann die weitere Auswertung der Signale in Verbindung mit den jeweiligen Maschinenzuständen vorgenommen.

Sobald nun das Schutzfeld frei ist, besteht auch keine Gefährdung für den Bediener und der Warenträger kann verfahren werden. Im Gegenzug wird der Warenträger während des Be-/Entladens dann, wenn das Schutzfeld unterbrochen ist, sicher in Position gehalten.

Die beiden Laserscanner sind sicherheitsrelevante Bauteile und ergänzen das Sicherheitskonzept der Anlage und sind gemäß EN13849 auch als SRP/CS zu validieren und dokumentieren.

Erfolgsfaktoren

Das Ergebnis war, dass man an jeder Seite des Warenträgers mittels Laserscanner detektiert und sicherstellt, dass sich während des Vorgangs keine Personen im Gefahrenbereich aufhalten oder annähern. Durch den großen Erfassungswinkel von 270° und der geeigneten Positionierung der Geräte konnte dies mit zwei Laserscannern realisiert werden.