Kirche in St. Märgen
smart buildings
21.11.18
188

Denkwürdiges Bewahren

ST. MÄRGEN – Die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in St. Märgen wurde von Propst Andreas Dilger in Auftrag gegeben und in den Jahren 1716-1718 unter Leitung des Baumeisters ­Johannes Mathies aus dem Kleinen Walsertal errichtet. Ihre Weihe erfolgte am 25. April 1725.

 

Es handelt sich um eine barocke Hallenkirche mit zwei Seitenkapellen, der Gnaden- und der Josefskapelle. Die beiden neungeschossigen Kirchtürme befinden sich an beiden Seiten des Chores und bestimmen das äußere Erscheinungsbild des Luftkurortes St. Märgen. Im Jahr 2017 haben die umfangreichen Arbeiten zur Sanierung der Pfarr- und Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt in St. Märgen begonnen. In einem ersten Bauabschnitt werden zur Erhaltung der Pfarrkirche folgende Arbeiten durchgeführt:

  • Sanierung des Innenraums mit den barocken Deckengemälden
  • Restaurierung des Hochaltars mit den Matthias-Faller-Skulpturen und dem Tabernakel
  • Stabilisierungsmaßnahmen an der Decken- und Dachstuhlkonstruktion
  • Austausch des Elektro-Schaltschranks in der Sakristei
  • Neue Heizungsregelung und Lüftungsanlage
Kirche in St. Märgen

Ausgangssituation

Auch die elektronischen Anlagen mussten auf den aktuellen Stand der Technik gebracht werden. Die Firma Elektro Lickert bekam den Auftrag zur Planung und Ausführung der Anlagen. Gemeinsam mit dem erzbischöflichen Bauamt und den Elektrokonstrukteuren von ISTAB und smart buildings wurde eine Lösung zur optimalen Umsetzung gesucht. Ziel war es, möglichst keine großen Eingriffe in die Installation zu realisieren.

Maßnahmen

Die Lösung wurde mit der KNX-Technologie gefunden, da die bestehende Elektroinfrastruktur kaum verändert werden musste. Die örtlichen Taster zur Grundbeleuchtung konnten bestehen bleiben, da diese über KNX-Binäreingänge angeschlossen wurden. Die bestehende Verteilung wurde durch eine neue Hauptverteilung mit einem individuellen Bedientableau ersetzt. Darüber werden Beleuchtungsgruppen in der Kirche gesteuert und deren Status angezeigt. Gemeinsam mit dem Kirchenrat wurden für die unterschiedlichen Gottesdienste und kirchlichen Aktivitäten folgende sechs Beleuchtungsszenen per Tastendruck eingestellt:

  • Grundbeleuchtung (Ein/Aus)
  • Sonntagsgottesdienst
  • Gottesdienst werktags
  • Gottesdienst im Sommer
  • Andacht
  • Zentral-Aus
Entwurf der Kirche in St. Märgen

Darüber hinaus können zusätzlich zu den Szenen weitere Beleuchtungen zugeschaltet oder abgeschaltet werden. Die Szenen wurden im KNX-Aktor hinterlegt. Somit kann flexibel für zukünftige Anforderungen die Anlage jeweils passend parametriert werden. Auch die Ansteuerung der Glocken erfolgt ebenfalls über das Bedientableau. Hier können die sieben Glocken wahlweise einzeln per Handschaltung angesteuert oder eine Freigabe für die Glockenautomatik geschalten werden. Weiter kann die Steuerung der Belüftungsklappen ebenfalls bedient werden. Die elektrische Anlage wurde nach VDE 0100-420 mit Brandschutzschaltern ausgestattet, da diese für erhaltenswerte Güter und Bauten vorgeschrieben sind.