Miele: Das revolutionäre Garverfahren

Auf der IFA präsentierte Miele den „Dialoggarer“ und spricht von einem „revolutionären Garverfahren“. Das Gerät soll auf intelligente Weise – im Dialog – mittels elektromagnetischer Wellen auf die Beschaffenheit von Lebensmitteln eingehen.

Äußerlich sieht der Dialoggarer von Miele wie ein Backofen aus. Aber er kann entschieden mehr. Es gibt auch eine App, die zum Beispiel Rezepte passend für den Dialoggarer ins Gerät überträgt. (Foto: Miele)

Es sei an der Zeit, das Kochen neu zu denken, meint Miele und denkt dabei an den neuen „Dialoggarer“. Obwohl äußerlich von einem Backofen nicht zu unterscheiden, soll der Dialoggarer neue Koch- und Genusserlebnisse eröffnen. Miele nennt als verblüffendes Beispiel das rohe Fischfilet in einem Eisblock, der in den Dialoggarer gegeben wird. Das Ergebnis: Nach wenigen Minuten ist der Fisch gar, während das Eis nach wie vor gefroren ist.

Nicht minder beeindruckend ist diese Zubereitung: Lammkeule auf Paprika und grünen Spargel legen, den Rest vom Blech mit Kartoffelspalten auffüllen und alles zusammen in den Dialoggarer geben. Nach etwa 45 Minuten ist das Fleisch gleichmäßig gar, das Gemüse leicht bissfest und die Kartoffeln sind weich – alles automatisch. Das ging so bisher nicht.

Anwendungsvielfalt und Ergebnisqualität beruhen auf der „M Chef“-Technologie von Miele. Hierbei werden elektromagnetische Wellen in die Lebensmittel eingebracht, die den Garprozess durch Wärmeerzeugung in Gang setzen. Die Neuheit ähnelt also einer Mikrowelle. Ein Modul erzeugt die elektromagnetischen Wellen in einem definierten Frequenzspektrum und gibt sie über zwei Hochleistungssensoren in den Garraum ab. Da die Moleküle in Lebensmitteln unterschiedlich angeordnet sind und sich diese Anordnung beim Garen auch noch verändert, werden die Frequenzen ständig an den Garprozess angepasst. Über die Sensoren erfolgt permanent Rückmeldung, wieviel Energie das Lebensmittel bereits aufgenommen hat. So erklärt sich auch der Name des Geräts: Hier kommunizieren „im Dialog“ elektromagnetische Wellen mit der Beschaffenheit von Lebensmitteln.

Nun garen elektromagnetische Wellen aber, ohne zu bräunen. Für die Kruste beim Brot oder leckere Röstaromen beim Sonntagsbraten wird die neue Technik daher mit konventionellen Betriebsarten kombiniert.

Für ambitionierte Hobbyköche

Selbstverständlich gibt’s dafür eine App, die Miele@mobile App. Der Nutzer kann zwischen zahlreichen Automatikprogrammen wählen, die für den Dialoggarer entwickelt werden. So können die Zubereitungsparameter eines Rezeptes direkt auf das Gerät übertragen werden. Unter anderem gibt es auch den direkten Draht in die Miele-Versuchsküchen.

In hektischen Zeiten ist die Zeitersparnis beim Kochen sicher ein Argument. Da bietet der intelligente Garer eindrucksvolle Vorteile: Ein Marmorkuchen benötigt im Dialoggarer 37 Minuten gegenüber 55 Minuten im Backofen. ein Kartoffelgratin gelingt in 35 statt in 60 Minuten. Und für das beliebte Pulled Pork sind 2 Stunden und 20 Minuten zu veranschlagen anstelle von 8 bis 16 Stunden.

Der Dialoggarer spricht ambitionierte Hobbyköche an, habe bei den ersten Vorstellungen aber auch Profis beindruckt, sagt Miele. Der Marktstart beginnt in Deutschland und Österreich im April 2018. Der Preis soll bei 7.990 Euro (UVP) liegen. Guten Appetit!

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