IFA 2016: Smart Home als neuer Ausstellungsbereich

Die IFA öffnet vom 2. bis 7. September ihre Tore. Die Messe ist erneut ausgebucht und wird bei Austellerzahl und Ausstellungsfläche wieder wachsen. Auch für die Elektrohandwerke ist die Messe interessant.

Die IFA bleibt die wichtigste Plattform für Handel und Industrie zu Beginn der verkaufsstärksten Jahreszeit, dem Weihnachtsgeschäft. Keine andere Messe vereint zum idealen Zeitpunkt des Jahres so viele Händler, Einkäufer, Industrievertreter und Medien aus aller Welt.

Die Messe in Berlin ist auf dem Weg zur nächsten Bestmarke, denn die IFA wächst in die Stadt: Mit der „STATION Berlin 2016“ am Gleisdreieck wird erstmals eine Fläche außerhalb des Messegeländes erschlossen. Der neue Bereich heißt „IFA Global Markets“ und richtet sich exklusiv an Fachbesucher und bietet Einkäufern und Händlern einen Handelsplatz: Zulieferer, Komponenten-Hersteller, OEMs und ODMs sollen hier potentielle Kunden und Partner der CE- und HA-Branche treffen können. Ein Shuttle-Service wird die Messe und die neue „Außenstelle“ verbinden. Die IFA 2016 werde die flächenmäßig größte in ihrer Geschichte sein, verspricht Dr. Christian Göke, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Berlin.

Unterhaltungselektronik

Was gibt es an Neuheiten? Viel mehr, als hier geschildert werden kann. Bei den Fernsehgeräten ist die Qualitätsklasse Ultra HD zu erwähnen. Sie hat sich den Massenmarkt erobert: Schon Geräte mit Bildschirmgrößen um 40 Zoll bieten häufig UHD-Auflösung, Modelle ab 50 Zoll gibt es fast nur mit diesen Bildschirmen. Die besten Geräte bieten Kontrastwerte, die deutlich alle bisherigen Bildschirme übertreffen. Das technische Stichwort heißt High Dynamic Range (HDR). In der Regel sind heute alle TV-Geräte „smart“ – in diesem Bereich werden aber immer mehr Funktionen und neue Bedienkonzepte geboten.

Schwach sind flache Fernseher beim Sound. Aber mit der richtigen Kombination aus modernem AV-Receiver und passenden Lautsprechern lässt sich Kinofeeling mit „3D-Sound“ ins Wohnzimmer holen. Wer eine einfachere Lösung sucht, findet auf der IFA die neueste Auswahl an so genannten „Sounddecks“ oder „Soundbars“.

Auf die Besucher warten außerdem unzählige weitere kleine und große Neuheiten: Kopfhörer, tragbare Musiksysteme, 3-Drucker, Brillen für die virtuelle Realität (VR) und Wearables, also mit Sensoren und Displays ausgerüstete Geräte, die man körpernah trägt. Sie messen Körperfunktionen wie die Herzfrequenz oder den Puls, zählen Schritte, registrieren Bewegungen und mehr.

Lösungen für den Haushalt

Kleine und große Elektrogeräte verzeichnen seit Jahren stabiles Wachstum. Mit Elektro-Großgeräten konnte im ersten Halbjahr 2016 ein Zuwachs von 3,7 Prozent und mit Elektro-Kleingeräten ein Umsatzplus von 3,8 Prozent erzielt werden. Basis der positiven Entwicklung ist deren Vielseitigkeit und Leistungsfähigkeit. Der möglichst geringe Verbrauch von Strom, Wasser und Waschmitteln bleibt ein Thema. Mit jeder neuen Geräte-Generation gelingt es den Herstellern, die Verbrauchswerte zu optimieren. Dies wird von den Käufern honoriert, denn die Anschaffung eines neuen Geräts kann sich dank der geringeren Verbrauchswerte in überschaubarer Zeit amortisieren.

Großgeräte bieten immer mehr interessante Funktionen – oder kombinieren diese. Backöfen sind ein Beispiel: Hier sind mehrere Funktionen in einem Gerät vereint, von der Ober- und Unterhitze über Heißluft, Grill und Dampfgaren bis zur Mikrowelle und Induktion. Wer beim Kochen Anregung oder Hilfe braucht, wird unterstützt: Manche Geräte bieten hunderte Automatikprogramme und die Möglichkeit, eigene Programme zu erstellen sowie auf Datenbanken zuzugreifen.

Elektrokleingeräte gehören zu den innovativsten Produktbereichen. Viele Tausend Neuheiten werden jedes Jahr vorgestellt. Selbst in traditionellen und klassischen Produktsparten gibt es Neuheiten, zum Beispiel Wasserkocher mit Induktionsheizung. Viele neue Ideen prägen auch die Produkte für Haar- und Körperpflege, Wäschepflege und die Reinigung und Pflege des Haushalts.

Smart Home als neuer Ausstellungsbereich

Über 40 Aussteller aus 15 Ländern präsentieren auf 3.000 Quadratmetern im neuen Ausstellungsbereich Smart Home in Halle 6.2 ihre Dienstleistungen und Lösungen.

Das ist auch für die Elektrohandwerke interessant. Darüber hinaus wird auf der IFA wieder das „E-Haus“ zu sehen sein – das Musterhaus des Zentralverbandes der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH). 2016 präsentiert sich das 100 Quadratmeter große Modellhaus in einer neuen Version. Die eingesetzte Technik zeigt, wie sich Energieeffizienz, Komfort und Sicherheit unter einen Hut bringen lassen. Alle präsentierten Funktionen sind live erlebbar und werden in der Praxis bereits eingesetzt – sind also keine „Zukunftsmusik“. Neu in diesem Jahr sind zum Beispiel die erweiterten Steuerungsmöglichkeiten: Sämtliche Anwendungen lassen sich auch per Sprache oder per Smart Watch aktivieren.

In diesem Umfeld präsentiert sich auch Busch-Jaeger. Der Marktführer für Elektroinstallationstechnik ist in diesem Jahr schon zum dritten Mal in Berlin. Für Inszenierung und Steuerung des eigenen Lebensraumes mit moderner E-Technik hat Busch-Jaeger den Begriff „Living Space“ gefunden. Der Messestand zeigt die verschiedensten Lösungen für ein Smart Home, für jedes Budget und jede Anforderung. Weil zur IFA seit jeher auch die Show gehört, präsentiert sich Busch-Jaeger außerdem mit einer temporeichen Show inklusive Akrobatik und Live-Musik.

Aktuelle Info unter www.ifa-berlin.de

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