IFA 2016: Das Smart Home erfolgreich etabliert

Aussteller, Veranstalter und Verbände zeigen sich sehr zufrieden mit der IFA. Die erfolgreiche Messe verspricht ein gutes Weihnachtsgeschäft. Mit dem Verlauf der Messe „mehr als zufrieden“ ist auch Franz Schnur, telering-Geschäftsführer.

Auch die IFA 2016, die am 7. September ihre Tore schloss, konnte wieder Rekorde brechen: Erstmals präsentierten sich in Berlin 1.823 Aussteller (+13 Prozent) auf einer vermieteten Ausstellungsfläche von 158.000 (+5 Prozent) Quadratmetern. Das Ordervolumen stieg laut Pressemitteilung auf 4,5 Milliarden Euro (2015: 4,35 Milliarden Euro). Nur bei den Besucherzahlen konnte die IFA nicht mehr zulegen: Mit 240.000 Besuchern kamen rund 5000 Personen weniger als im vergangenen Jahr. Eine mögliche Erklärung: Es kommen schon alle, die überhaupt interessiert sind und kommen können.

„Die IFA konnte erneut ihre Stellung als weltweit bedeutendste Messe für Industrie und Handel und wichtige Orderplattform weiter ausbauen“, erklärt Hans-Joachim Kamp, Aufsichtsratsvorsitzender des IFA-Veranstalters gfu Consumer & Home Electronics. Recht hat Kamp wohl auch mit der Einschätzung, dass die Zahl der präsentierten Innovationen „schier grenzenlos“ gewesen sei.

„Wir sind mit dem Verlauf überaus zufrieden und rechnen mit einem guten Jahresendgeschäft“, so Dr. Reinhard Zinkann, Vorsitzender des ZVEI-Fachverbands Elektrohausgeräte und CECED-Präsident.

Die Einzelhandels-Kooperation „telering“ war wieder die kompetente Anlaufstelle für ihre inhabergeführten Fachgeschäfte. „Wir ziehen eine erneut positive Bilanz und sind mit dem Verlauf der Messe mehr als zufrieden“, sagte Geschäftsführer Franz Schnur. „Da war einerseits natürlich der messbare Erfolg – die große Anzahl der Standbesucher und die Fachhändler, die unserer Kooperation neu beitreten möchten. Anderseits habe ich mich auch über die gute, familiäre Stimmung am Stand gefreut. Wir blicken optimistisch in die Zukunft.“

Das Smart Home erfolgreich etabliert

Im Mittelpunkt standen selbstverständlich auch in diesem Jahr die Neuheiten der Unterhaltungselektronik und der elektrischen Hausgeräte. Aber durch die fortschreitende Vernetzung aller Gerätearten schiebt sich der Bereich in den Vordergrund, in dem diese Geräte am Ende eingesetzt werden: Haus und Wohnung. Und ohne Zweifel werden unsere Häuser und Wohnungen durch diese Entwicklung smarter werden. So bot die IFA in diesem Jahr zum ersten Mal einen Ausstellungsbereich „Smart Home“. Bei Besuchern und Medien kam das gut an: Auf 3.000 Quadratmetern präsentierten über 40 Aussteller aus 15 Ländern ihre neueste Produkte und Services rund um intelligente Haussteuerung.

Allerdings haben diese Hersteller wenig zu tun mit dem klassischen Fachvertrieb der E-Branche. Wer sich für die Lösungen des Fachvertriebs interessierte, wurde dennoch gut „bedient“: Busch-Jaeger stellte zum dritten Mal in Berlin aus und verzeichnete ein hohes Interesse am ”Smart Home“ vom Fachvertrieb. Mit einer Show – ähnlich wie auf der Light+Building im Frühjahr – lockte der Hersteller erfolgreich Besucher an seinen Stand.

Sehr gut besucht wurde auch das „E-Haus“. Das bekannte 100 Quadratmeter große Modellhaus für intelligent vernetzte Gebäudetechnik knüpfte an die erfolgreichen IFA-Messeauftritte der vergangenen Jahre an. Wie immer kooperieren dabei der Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH), der Verband Elektrotechnik, Elektronik Informationstechnik (VDE) und der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI).

Auf große Resonanz stießen vor allem die Führungen durch die Experten der E Handwerke. Auch auf die Medien übte das E-Haus eine große Anziehungskraft aus: Allein in der Tagesschau wurde es dreimal präsentiert. Entsprechend zufrieden ist ZVEH-Präsident Lothar Hellmann: „Das Medienecho freut uns sehr. Es zeigt, welche Relevanz das Thema intelligente Gebäudevernetzung und die in diesem Zusammenhang benötigten Kompetenzen der Elektrobranche derzeit haben.“ Die Steigerung von Komfort, Sicherheit und Energieeffizienz mit Hilfe der Dienstleistungen der e-handwerklichen Fachkräfte sowie der Produkte der Industriepartner sei für eine sehr große Zielgruppe von Interesse.

Entdecken Sie die Funktionen des E-Hauses auch in unseren ShowRäumen Lebensräume. Weitere Infos finden Sie unser www.lebensraeume.info.

Somit fällt auch das Gesamtfazit des ZVEH-Präsidenten positiv aus: „Die IFA hat sich für uns auch 2016 als wertvolle Plattform erwiesen, um die aktuellen Themen der E-Branche im unmittelbaren Kontakt mit interessierten Besuchern, Medien und den Fachkräften der Zukunft zu platzieren.“

Die nächste IFA findet statt vom 1. bis 6. September 2017.

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