Absatzzahlen für Heizungswärmepumpen in Deutschland 2011 bis 2017
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23.03.18
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BWP: Absatz von Wärmepumpen deutlich gewachsen

Mit einem Wachstum von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr und einem Absatz von insgesamt 78.000 Heizungswärmepumpen ist 2017 ein neues Wärmepumpen‐Rekordjahr, meldet der Bundesverband Wärmepumpe (BWP).

Rekordabsatzjahr 2017: Die staatlichen Fördergelder für Wärmepumpen und die verschärften Anforderungen durch die Energieeinsparverordnung sind nach Ansicht des Bundesverbandes Wärmepumpe (BWP) verantwortlich für die steigenden Absatzzahlen. Der Absatz von Warmwasserwärmepumpen, die lediglich zur Trinkwasserbereitung eingesetzt werden, ist 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 8 Prozent gestiegen.

Nachdem bereits 2016 ein Absatzrekord verzeichnet wurde, wuchs der Markt auch im vergangenen Jahr deutlich. Zum ersten Mal konnte die Marke von 70.000 Geräten bei Heizungswärmepumpen durchbrochen werden. Insgesamt wurden rund 78.000 Geräte verkauft. Der größte Zuwachs ist bei Luftwärmepumpen zu verzeichnen: Insgesamt wurden 55.000 Stück abgesetzt, das entspricht einer Steigerung von 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Wie bereits in 2016 waren dabei insbesondere Monoblockgeräte (31.000 Stück) mit einem Zuwachs von 24 Prozent gefragt. Bei den Splitgeräten fiel das Wachstum mit 16 Prozent etwas kleiner aus. Erdgekoppelte Systeme (inklusive Grundwasser-Wärmepumpen) legten mit 23.000 Geräten gegenüber dem Vorjahr um 11 Prozent zu.

Die Marktanteile zwischen erdgekoppelten Wärmepumpen und Luftwärmepumpen verändern sich gegenüber dem Vorjahr kaum: Luftwärmepumpen machten mit rund 71 Prozent den Großteil des Wärmepumpen-Absatzes aus (Vorjahr: 69 Prozent). Erdwärmepumpen und sonstige liegen somit bei 29 Prozent (2016: 31 Prozent). Insgesamt sind in Deutschland nun rund 800.000 Heizungswärmepumpen installiert.

Auch der Absatz von Warmwasserwärmepumpen ist in 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 8 Prozent gewachsen, es wurden 13.500 Geräte verkauft. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr hierzulande somit 91.500 Wärmepumpen in Betrieb genommen.

Stabilität für 2018 erwartet

Für das laufende Jahr rechnet der Verband mit stabilen Verkaufszahlen. Martin Sabel erläutert: „Das MAP und die EnEV werden uns natürlich auch weiterhin helfen. Andererseits gibt es Anzeichen, dass der Neubausektor nicht mehr so stark wächst wie in jüngster Vergangenheit. Gleichzeitig steigen im Gebäudebestand aufgrund niedriger Brennstoffpreise noch zu wenige Verbraucher auf erneuerbare Wärme um. Dort liegt das größte Wachstumspotenzial – und die eigentliche Herausforderung für den Klimaschutz.“

Die Wärmepumpenbranche setzt weiterhin auf ein gesundes, nachhaltiges Wachstum. Damit sich die Wärmepumpe auch in der Modernisierung durchsetzen kann und damit auch Projekte im größeren Stil (Großwärmepumpen, Wärmenetze, Quartierslösungen) umgesetzt werden können, ist zum einen die nachhaltige Aufklärung der Hausbesitzer, Architekten und Planer über die Vorteile eines erneuerbaren Heizsystems weiterhin entscheidend und zum anderen die Motivation und Entwicklung des Fachhandwerks.

Von der nächsten Regierung wünscht sich der Verband, dass die Stromsteuer gesenkt wird und die EEG-Rabatte der Industrie künftig nicht mehr den Stromkunden aufgebürdet werden.

Quelle Foto: BWP