Philips hat untersucht, auf was die Deutschen beim Wohnen Wert legen. Ein Resultat: Licht ist zwar sehr wichtig, aber über die verschiedenen Leuchtmittel ist wenig Wissen vorhanden.
Gemütlich, praktisch, mit eigenem Stil und angenehm beleuchtet wünschen sich die Deutschen ihre Wohnung. Das zeigt eine im Auftrag von Philips durchgeführte repräsentative Forsa-Umfrage vom Frühjahr 2011. Kaum jemand hatte erwartet, dass Licht und Beleuchtung bei den Befragten so hoch im Kurs stehen würden. Denn neben der Gemütlichkeit (98 Prozent) ist für die Deutschen eine angenehme Beleuchtung (95 Prozent) wichtig oder sehr wichtig. Hochwertige Möbel, Textilien oder ein günstiger Anschaffungspreis sind von geringerer Bedeutung.
Weil die klassische "Glühbirne" bald aus den Verkaufsregalen verschwinden wird, wurde auch gefragt, wie gut die Alternativen zur Glühbirne bekannt sind und welche Eigenschaften diesen zugeschrieben werden. Dabei zeigte sich, dass die Alternativen grundsätzlich gut bekannt sind (Energiesparlampe 98 Prozent, Halogenlampe 84 Prozent, LED-Lampe 79 Prozent) und auch genutzt werden. Sehr häufig herrscht jedoch Unkenntnis über ihre Eigenschaften und Lichtwirkung.
Viele Vorurteile
Rund ein Drittel der Deutschen glaubt zum Beispiel, dass Halogenlampen Schadstoffe enthalten, 16 Prozent schreiben diese Eigenschaft auch LED-Lampen zu - beides ist falsch. Über die Lichtqualität unterschiedlicher Leuchtmitteln ist auch wenig Wissen vorhanden. 39 Prozent glauben, dass Energiesparlampen ein kaltes, ungemütliches Licht erzeugen. 44 Prozent meinen, diese Eigenschaft treffe auch auf LED-Lampen zu. Auch den Halogenlampen - die in ihrer Lichtwirkung fast identisch mit Glühlampen sind - wird von einem Drittel der Befragten ein ungemütliches Licht zugeschrieben.
"Die Studie zeigt deutlich, dass noch sehr viele Vorurteile gegenüber Leuchtmitteln existieren", sagt Professorin Iska Schönfeld, Lichtexpertin bei Philips.
Eine weitere Frage war, ob Licht nur als Mittel zum Zweck (gute Sehbedingungen schaffen) oder auch zur Inszenierung des Wohnraums eingesetzt wird. Hier ist die Nation gespalten. Die Hälfte der Deutschen setzt Licht bewusst ein, die andere Hälfte macht sich darüber wenig Gedanken. Wer Licht bewusst einsetzt, tut dies pragmatisch - zum Beispiel beim Lesen oder Kochen (93 Prozent). Danach kommt das Stimmungslicht, wenn Besuch da ist (81 Prozent) oder beim schönen Abendessen zu zweit (79 Prozent). Auch zur besseren Entspannung (79 Prozent) und zur Konzentration (67 Prozent) setzen "die bewussten Lichtanwender" die Beleuchtung ein.
"Beim Thema bewusster Einsatz von Licht herrscht eine große Kluft zwischen professionellen und privaten Anwendern", so Lichtexpertin Schönfeld. "Der Profi weiß, dass Licht mehr kann. Richtig eingesetzt, ist Licht auch ein Stimmungsaufheller und fördert das Wohlbefinden."
Die Studie zeigt also, dass auf die Branche noch viel Arbeit wartet, um die Verbraucher über die Eigenschaften und Möglichkeiten guter Lichtlösungen aufzuklären.